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Bauhaus Tapeten

Die Bauhaustapete früher

1929 kam die erste Bauhaustapete auf den Markt. Sie wurde zusammen mit der Tapetenfabrik Gebrüder Rasch entwickelt und zunächst scharf kritisiert. Im Laufe der Zeit wandelte sich jedoch ihre Bedeutung hin zum begehrten Werkstoff, sie erntete höchstes Lob und bescherte den größten kommerziellen Erfolg in der Geschichte des Bauhauses. Doch warum wurde die Bauhaustapete erst kritisiert und war dann doch so erfolgreich?

Die Vision

Dr. Emil Rasch, Geschäftsführer der gleichnamigen Tapetenfabrik, hatte die Vision einer Bauhaustapete; seine Schwester Marie Rasch stellte als Kandinsky-Schülerin am Bauhaus den Kontakt her. Da die Hochschule sich der Gestaltung und Formgebung funktionaler Gegenstände des täglichen Bedarfs verschrieben hatte, schien die Zusammenarbeit passend. Hannes Meyer, der damalige Direktor der Dessauer Schule, hatte jedoch Zweifel, ob Tapeten als Bauhausobjekt wirklich geeignet seien. Der Grund: Die Wandbekleidungen stehen für bürgerliche Behaglichkeit, das Bauhaus für Avantgarde – zwei nicht miteinander vereinbare Grundsätze, so schien es. Wie viele Architekten der Moderne lehnte das Bauhaus rein dekorative Elemente ab.

Die Idee, dekorative Tapeten stattdessen als Baustoff zu betrachten, konnte Hannes Meyer schließlich vom Konzept der Bauhaustapete überzeugen. Da das Bauhaus ohnehin eine Zusammenarbeit mit der Industrie anstrebte, einigten sich Hersteller und Namensgeber auf die „Volkswohnung“ als Bestimmungsort für die neue Wandbekleidung. Rasch und Bauhaus starteten ihre Zusammenarbeit.

Die erste Kollektion

Auf der Grundlage eines Muster-Wettbewerbs unter den Studierenden entstand die erste Kollektion: die sogenannte „blaue Bauhaus-Karte“ mit 14 Flächenmustern in jeweils 5 bis 15 Farbvarianten. Sie war unaufdringlich und zurückhaltend gemustert und verlieh Wänden eine strukturierte Oberfläche und leichte Färbung. Auf Ornamente oder florale Muster, die zu der Zeit angesagt waren, wurde bewusst verzichtet. Zu sehen waren:

  • feine Raster und Gitter,
  • verschwimmende Querschraffuren,
  • Kammzugwellen in unterschiedlichen Stärken und
  • vertikale und horizontale Strichelungen.

Die erste Bauhaustapete von Rasch kam 1929 als „Siedlungstapete“ auf den Markt. Sie stellte ein modernes, neues Industrieerzeugnis dar, das in großen Mengen preiswert hergestellt werden konnte, und passte als Nutzgegenstand perfekt zur Bauhaus-Philosophie. Trotz anfänglicher Ablehnung durch den Handel setzte sich die Tapete vor allem im sozialen Wohnungsbau durch. Es folgte ein überwältigender Verkaufserfolg mit über sechs Millionen verkauften Rollen innerhalb der ersten vier Jahre.

Auch nach 1933 und in der Nachkriegszeit behauptete sie sich und verlor nicht an Beliebtheit. Obwohl die Dessauer Schule unter dem Druck des Nationalsozialismus schließen musste, blieb der Begriff „Bauhaus“ im Zusammenhang mit der Tapete bestehen. Hersteller Rasch wurden die Markenrechte übertragen und die Tapetenfabrik gestaltete die Kollektion fortan nach eigenem Ermessen – zunächst mit der Absicht, in besseren Zeiten die Zusammenarbeit fortzuführen. Da das Bauhaus aber nie wieder eröffnen konnte, ist Rasch bis heute der einzige überlebende Kooperationspartner, der bis heute dessen Produkte entwickelt und vermarktet. Immer wieder wurde die Bauhaustapete neu aufgelegt und den Bedürfnissen der Zeit angepasst. Bis heute vermittelt sie ästhetische Einfachheit, anspruchsvolle Qualität und überzeugende Modernität.

Die Bauhaustapete heute

Kurz vor dem hundertjährigen Jubiläum der ersten, originalen Bauhaustapete kam im Jahr 2019 eine neue Kollektion auf den Markt, die auch bei uns im Onlineshop zu kaufen ist. Im Gegensatz zur ersten Auflage positioniert sich diese als eines der hochwertigsten Produkte aus dem Hause Rasch und hat mit der Positionierung des Originals, eine Tapete für den Siedlungsbau zu sein, nur noch wenig gemeinsam. Zielgruppe ist nicht mehr die breite Masse, sondern Profis, die hochwertige private und öffentliche Bauten ausstatten. Statt eines Standard-Wandbelags für Mietwohnungen und öffentliche Einrichtungen ist die heutige Bauhaustapete also ein sehr exklusives Produkt für den Objektbereich.

Mit ihrer subtilen, nuancierten Optik erzeugt die neue Bauhaustapete eine einzigartige, zeitlos elegante Raumwirkung. Die Kollektion steht ästhetisch in der Tradition des Bauhauses und entspricht gleichzeitig den modernen Bedürfnissen der hochwertigen Innenraumgestaltung. Noch nie zuvor war eine Bauhaustapete so nah an den Ursprüngen orientiert und zugleich so modern.

Bauhaustapete Struktur + Farbe

Die Bauhaus-Kollektion Struktur + Farbe führt die über neunzigjährige Erfolgsgeschichte weiter. Verschiedene Original-Designs von Bauhausgründer Walter Gropius und Absolventen der Schule wurden neu aufgelegt. Die Dekore sind noch immer dezent und zeigen Linien und Raster, die zurückhaltende Strukturen auf der Oberfläche ergeben. Die Besonderheit der neuen Bauhaus-Tapetenkollektion: Die Produkte sind nun überstreichbar.

In Zusammenarbeit mit Premium-Farbhersteller Sikkens wurden spezielle Farbtöne entwickelt, die mit den Strukturen der Tapete harmonieren. Dadurch ergibt sich eine ästhetische Verbindung zwischen Oberfläche und Farbauftrag und es lassen sich unterschiedliche optische und haptische Effekte erzielen.

Die Kollektion Struktur + Farbe versteht sich als Konzept, das eine Vielzahl unterschiedlicher Kombinationen ermöglicht: ein perfektes Raumkonzept mit architektonischen Werkstoffen, das weit über eine rein dekorative Wandgestaltung hinausgeht. Durch unterschiedliche Materialien sind sechs Produktgruppen entstanden:

  • Bauhaus Tapete 1: unempfindliche, sehr feine Strukturen
  • Bauhaus Tapete 2: weiche, fast dreidimensional anmutende Effekte und ein plastisches Wandbild
  • Bauhaus Tapete 3: extrem hart, stark akzentuierte Oberfläche
  • Bauhaus Tapete 4: zwischen zwei Vlieslagen kaschierte Textilgarne
  • Bauhaus Tapete 5: Strukturen aus auf Vlies kaschiertem Glasgewebe bzw. Polyamid- und Polyesterfäden
  • Bauhaus Tapete 6: vielseitig einsetzbare Strukturen für unterschiedliche Anwendungsbereiche

72 Sikkens-Farbtöne, aufgeteilt in sechs Farbgruppen mit je zwölf Farben, ermöglichen rund 3000 Kombinationsmöglichkeiten. Dadurch bietet sich ein großartiges Spektrum aus Effekten und Atmosphären vor allem bei Lichtwechseln im tapezierten Raum. Die neue Bauhaustapete Struktur + Farbe lässt damit keine Wünsche mehr offen und eignet sich perfekt für individuelle, anspruchsvolle Gestaltungsvorhaben.

Hinweis: Nur die Kombination der Rasch Bauhaus-Tapete mit den Sikkens-Produkten in den Farbtönen der Bauhaus-Kollektion ergibt eine Wandgestaltung im Sinne des Bauhauses.